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Spieltherapie

Spielen fungiert in Beratung und Therapie als Eisbrecher, dient der Belohnung und erleichtert die Kommunikation. Es hilft bei der Problemfindung und Problembearbeitung.

Spielen macht Kindern Spaß, sie haben einen angeborenen Spieltrieb. Spiel ist dabei definiert als lustvolle körperliche oder geistige Tätigkeit, die sich selbst genügt.

Der bekannte Kinderpsychiater Erickson unterscheidet Spiel von Arbeit wie folgt: Das Spiel ist nicht an räumliche oder zeitliche Grenzen gebunden. Das Spiel steht außerhalb von Schicksal und Kausalität und erlaubt einem, mit der sozialen Realität zu spielen.

Spielen ist eine Ich-Funktion und gibt dem Kind die Möglichkeit, soziale und physische Prozesse mit dem Selbst abzugleichen, zu synchronisieren.

Die Puppenspieltherapie hilft Kindern und auch Erwachsenen Traumen zu verarbeiten, entwicklungshemmende Erfahrungen zu überwinden, sich also wieder „normal“ zu entwickeln. Das Kind kann traumatisierende Erfahrungen so oft es möchte nachspielen, und im Spiel Verhaltensvarianten ausprobieren. So soll es dem Kind gelingen, sich vom Trauma zu distanzieren. Die Erfahrungen werden aus dem Unbewussten an die Oberfläche geholt und sind somit für das Kind zugänglich, greifbar und verarbeitbar.